Die 5 spektakulärsten Halden im Ruhrpott – Gipfelstürmer auf Pott-Art
Glück auf, Leute! Wer braucht schon die Alpen, wenn wir im Ruhrgebiet unsere ganz eigenen Berge haben? Wo früher geschwitzt, malocht und der Abraum aus der Zeche abgeladen wurde, stehen heute die geilsten Ausflugsziele der Region. Unsere Halden sind längst keine grauen Schuttberge mehr, sondern grüne Oasen mit echter Industriekultur on top. Egal, ob fürs Feierabendbier beim Sonnenuntergang, die nächste Mountainbike-Tour oder das perfekte Panorama-Foto – Halden-Hopping gehört zum Pott wie die Currywurst zur Bude.
Hier sind die 5 Halden, die ihr definitiv gesehen haben müsst:
1. Halde Beckstraße (Bottrop) – Das Tetraeder
Der absolute Klassiker und quasi der Eiffelturm des Ruhrgebiets. Wenn man unten steht, denkt man sich schon: „Oha, das sind aber ein paar Stufen.“ Aber der Aufstieg über die Treppen (oder gemütlich über die Serpentinen) lohnt sich extrem. Oben thront das Tetraeder – eine freischwebende, geometrische Stahlkonstruktion. Wer schwindelfrei ist, klettert in die oberste Aussichtsplattform, die leicht im Wind schwankt. Der Blick über Bottrop, Essen und das restliche Revier? Unbezahlbar.
2. Heinrich-Hildebrand-Höhe (Duisburg) – Tiger & Turtle
Eine Achterbahn, die man zu Fuß geht? Gibt’s nur in Duisburg! Die Skulptur „Tiger and Turtle – Magic Mountain“ ist wahrscheinlich das fotogenste Highlight, das wir im Pott zu bieten haben. Besonders abends, wenn die silberne Konstruktion durch hunderte LEDs beleuchtet wird, sieht das Ganze aus wie ein leuchtendes Raumschiff über dem Rhein. Kleiner Tipp: Zieht euch windfest an, da oben pfeift es ordentlich!
3. Halde Hoheward (Herten/Recklinghausen) – Das Horizontobservatorium
Willkommen beim Stonehenge des Ruhrgebiets! Mit über 150 Metern Höhe ist Hoheward ein echtes Brett. Oben auf dem riesigen Plateau stehen zwei massive Stahlbögen, die das Horizontobservatorium bilden, plus eine gewaltige Sonnenuhr. Die Halde ist riesig, es gibt eigene Trails für Mountainbiker und endlose Spazierwege. Wenn die Sonne abends genau durch die Bögen untergeht, ist Gänsehaut garantiert.
4. Halde Haniel (Bottrop) – Kunst & Kultur auf dem Gipfel
Das ist vielleicht die bunteste Halde im Revier. Der Weg nach oben führt an einem Kreuzweg vorbei, der aus alten Bergbau-Gerätschaften geschweißt wurde. Oben angekommen, steht ihr plötzlich in einem Amphitheater! Hier finden regelmäßig Theaterstücke statt – Open-Air mit Industrie-Kulisse. Direkt daneben ragen bunte Totempfähle des baskischen Künstlers Agustín Ibarrola in den Himmel. Eine surreale, aber geniale Mischung.
5. Halde Rheinpreußen (Moers) – Das rote Geleucht
Ein bisschen außerhalb, aber ein absolutes Muss. Auf dem Gipfel der Halde Rheinpreußen steht „Das Geleucht“ – eine 30 Meter hohe, überdimensionale Grubenlampe. Tagsüber ist sie knallrot und sticht schon von der Autobahn aus ins Auge. Sobald es dunkel wird, leuchtet der Turm von innen und taucht den gesamten Hang in ein tiefes Rot, als würde flüssiges Eisen den Berg hinabfließen. Ein richtig starkes Denkmal für die Kumpel unter Tage.
Was ist euer Favorit? Habt ihr schon alle 5 abgehakt oder haben wir eure Lieblings-Halde vergessen? Haut uns eure Tipps und besten Spots für den perfekten Halden-Sonnenuntergang unten in die Kommentare!
